
Wie aus den Chroniken der Stadt Volkach hervorgeht, gab im Jahr 1646 die Bürgerschaft der Stadt Volkach ein Versprechen, alljährlich zum Hl. Blut nach Burgwindheim zu wallfahren. Grund dieses Gelübdes war ein „großes Menschensterben“, hervorgerufen durch die Pest.
Infolge der Säkularisation im Jahre 1804 wurde die Wallfahrt verboten und erst 1827 per königliche Genehmigung wieder gestattet.
Währende des zweiten Weltkriegs zwischen 1941 und 1945 musste die Wallfahrt eingestellt werden.
In den Jahren 2020 und 2021 musste die Wallfahrt aufgrund der Corona-Pandemie erneut ausfallen. Uns heutigen Menschen wurde der Grund des damaligen Gelübdes von Neuem bewusst. So finden sich alljährlich gläubige Menschen zusammen, um durch ihre leiblichen Opfer des Wallganges Sühne zu leisten und für sich sowie die Anliegen von Staat und Kirche, Stadt und Pfarrei sowie der Bürgerinnen und Bürger, die diese Wallfahrt tragen, zu beten.
Die Lieder und Gebete unserer Wallfahrt stehen in einer langen Tradition. Einige Formulierungen sind uns aufgrund ihrer Sprache fremd, andere enthalten zu kritisierende Aussagen. Sie spiegeln das Selbst- und Weltverständnis früherer Generationen wider. Doch was verbindet uns heutige Wallfahrerinnen und Wallfahrer mit diesen Liedern und Gebeten? Auch uns trägt die Hoffnung, dass Gott uns in Freud und Leid unseres Lebensweges begleitet und am Ende unseres irdischen Pilgerwegs in sein ewiges Reich aufnimmt, weil Christus die Macht des Todes gebrochen hat.
Wir danken Lothar Riedel herzlich für die freundliche Überlassung seiner Fotos!