Information zur Kindertagesbetreuung in den städtischen Einrichtungen

Stand 19.10.2020

 

Information  des Landratsamtes Kitzingen:

Auch im Landkreis Kitzingen wurde der Inzidenszwert von 35 überschritten. In der veröffentlichten Corona-Ampel der Bayerischen Staatsregierung hat der Landkreis Stufe gelb erreicht.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Kitzingen ist das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis Kitzingen im Hinblick auf dieKindertageseinrichtungsbetreuung bislang jedoch unauffällig. Daher ist nach aktuellem Stand eine Stufenänderung nach dem Rahmen-Hygieneplan Corona für die Kindertagesbetreuung nicht angezeigt, sodass wir uns nach wie vor in Stufe 1 (grün) befinden. Selbstverständlich werden wir Sie im Falle einer etwaig notwendigen Stufenänderung umgehend hierüber informieren.

 

Derzeit befinden sich alle drei städtischen Kindergärten im Regelbetrieb mit Auflagen.

Dies kann sich jederzeit ändern. 

 

Derzeit gibt es in  unseren Einrichtungen folgende Vorgaben:

 

Besuchsregeln

Sofern die Zahl der Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau ist, kann der Regelbetrieb durchgeführt werden. Der Kita-Betrieb soll in dieser Zeit so weit wie möglich in gewohnter Art  und Weise laufen, unter Berücksichtigung der Vorgaben dieser Regelungen inklusive Hygienekonzept.

Ein erneuter Anstieg des Infektionsgeschehens oder andere Corona-bedingte Veränderungen der Rahmenbedingungen, können dazu führen, dass erneut Einschränkungen erforderlich werden.

Bei hohen bzw. steigenden Infektionszahlen kann ein erneutes Herunterfahren der Kindertagesbetreuung erforderlich werden. Dazu gibt es nun eine grüne, gelbe und rote Phase.

Die Maßnahmen werden nach Möglichkeit örtlich begrenzt bleiben. Die Abwägung und Entscheidung für die Kindetageseinrichtungen treffen das Gesundheitsamt in Absprache mit dem Sachgebiet Jugend und Familie des Landratsamtes.

Sollte sich das Infektionsgeschehen ändern, erhalten die Kindertageseinrichtungen eine Information, ab welchem Zeitpunkt und in welcher Phase die Betreuung fortgesetzt wird.

Alle Eltern werden umfassend über die Neuerungen durch die Kindertageseinrichtung informiert, bzw. sollten sie sich auch eigenständig informieren.

 

Sieben-Tages-Inzidenz

Es ist grundsätzlich vorgesehen, dass die zu treffenden Maßnahmen jeweils am lokalen bzw. regionalen Infektionsgeschehen auszurichten sind und vom Gesundheitsamt Kitzingen veranlasst werden. Ein maßgeblicher Wert zur Beurteilung des Infektionsgeschehens ist die 7-Tages-Inzidenz. Diese sagt aus, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner*innen sich in den letzten sieben Tagen neu angesteckt haben. Das Gesundheitsamt Kitzingen schätzt täglich das Infektionsgeschehen ab und entscheidet über die Wirksamkeit einer Stufe.

 

Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz:

Bei Überschreitung der maßgeblichen Grenzwerte werden die Kindertageseinrichtungen informiert und müssen innerhalb von drei Werktagen in die nächsthöhere Phase umstellen. Diese Regelungen gelten dann in der Regel für mindestens 14 Tage.

Bevor die gelbe oder rote Phase erreicht wird, erhalten die Eltern  möglichst früh eine Vorwarnung, damit diese eine gewisse  Vorbereitungszeit für die Umsetzung der eventuellen Notbetreuung haben.

 

Rückgang der Sieben-Tages-Inzidenz:

Bei fallenden Infektionszahlen ist Voraussetzung für die Rücknahme der gelben oder roten Phase, dass die Infektionsrate über mindestens 7 Tage stabil unter dem jeweiligen Grenzwert liegt.

Damit wird ein ausreichender Zeitraum für die Wirkung der Infektionsschutzmaßnahme ermöglicht und gleichzeitig verhindert, dass auf Grund von Tagesschwankungen ein Hin- und Herwechseln zwischen den Phasen erfolgt. 

 

Bitte beachten Sie: Kommt es zu einem Verdachtsfall oder zu einer nachgewiesenen Erkrankung an Covid-19 in einer Kindertageseinrichtung, so ist das weiter Vorgehen unabhängig von der gerade geltenden Phase. Es wird seitens des Gesundheitsamtes dann immer zu einer Ermittlung mit entweder vorübergehender oder vollständiger Schließung der Einrichtung und der entsprechenden Anweisung bezüglich Quarantäne und Testung kommen. Der Krankheits- oder Verdachtsfall kann dabei Personal, betreute Kinder oder Dritte, die sich vorübergehend in der Einrichtung aufhielten, betreffen.

 

Für alle drei Phasen gilt, dass Kinder ihre Kindertageseinrichtung NUR besuchen dürfen, sofern sie

  • Nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen, bzw. seit dem Kontakt mindestens 14 Tage vergangen sind und
  • Keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.

 

 

Grüne Phase: Regelbetrieb

Der Kita-Betrieb läuft so weit wie möglich in gewohnter Art und Weise. Alle Kinder werden zu den gebuchten Zeiten betreut.

Der Infektionsschutz wird bis auf Weiteres auch im Regelbetrieb gewisse Einschränkungen vorgeben. Grundsätzlich gelten die aktuellen  Regelungen des Trägers (inklusive Hygienekonzept) als verpflichtend.

 

Gelbe Phase: Eingeschränkter Betrieb

Es ist vorgesehen, dass weiterhin möglichst alle Kinder im Regelbetrieb betreut werden können, aber unter bestimmten Auflagen:

Nach Abwägung und Entscheidung durch das Gesundheitsamt, werden die Kindertageseinrichtungen unverzüglich informiert und mit der Umstellung ab dem 3. Werktag nach der Information beauftragt.

  • Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, sollen in der gelben Phase wieder feste Gruppen gebildet werden. Diese sollen von festen pädagogischen Kräften betreut werden 
  • Die Einrichtung von festen Gruppen kann bedeuten, dass die Öffnungszeiten evtl. verkürzt werden müssen.
  • Das Personal hat in dieser Phase Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sehr wichtig ist, dass die AHA-Regelungen (Abstand/Hygiene/Alltagsmaske). 

 

Rote Phase: Eingeschränkte Notbetreuung

Sollte sich das Infektionsgeschehen sehr verschlechtern, gilt regelhaft die rote Phase.

Nach Abwägung und Entscheidung durch das Gesundheitsamt werden die städtischen Kindertageseinrichtungen unverzüglich informiert und mit der Umstellung innerhalb von 3 Werktagen ab Information beauftragt.

Die Betreuung ist nicht mehr für alle Kinder möglich. Es gilt wieder kleine feste Gruppen und möglichst fest zugeordnetem Personal zu bilden. 

Jedes Kind, das eine Berechtigung für die Notbetreuung hat, soll auch aufgenommen werden. Die Auflistung der Berufe, welche als systemrelevant gelten, liegt dem Landratsamt Kitzingen vor.

Das Personal hat in dieser Phase Mund-Nasen Bedeckung zu tragen. Sehr wichtig ist, dass die AHA-Regelungen (Abstand/Hygiene/Alltagsmaske) zu berücksichtigen sind.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Notbetreuung ist dann wieder, dass das Kind nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Persona betreut werden kann. Wenn also bspw. der Partner nicht erwerbstätig ist und zuhause die Kinderbetreuung übernehmen kann, kann das Kind nicht aufgenommen werden.

 

Kinder mit Krankheitssymptomen

  • Anhand der Stufen entscheidet sich auch, wie mit Kindern mit Krankheitssymptomen umgegangen wird. Grundsätzlich gilt, dass kranke Kinder in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber (ab 38,0 ° Grad), Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchmerzen, Starkem Husten, Erbrechen oder Durchfall auch im Regelbetrieb keinen Zugang zur Kindertageseinrichtung haben.
  • Kinder mit milden Krankheitssymptomen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten und ohne Kontakt zu Covid-19 Infizierten dürfen in Stufe 1 und Stufe 2 die Kindertageseinrichtung besuchen.
  • In Stufe 3 ist ein Besuch der Kindertageseinrichtung von Kindern mit milden Krankheitssymptomen (Schnupfen…..) nur nach einem negativen Corona-Test möglich.

Sollte sich der Allgemeinzustand des Kindes im Tagesverlauf verschlechtern, z.B. zusätzlich Fieber auftreten, ist das Kind von den Eltern abzuholen

Eine Wiederzulassung zum Kitabesuch ist bei gutem Allgemeinzustand und 48 Stunden nach Abklingen der Symptome regelhaft ohne Vorlage eines ärztlichen Attestes möglich.

Geschwisterkinder, welche ebenfalls die Einrichtung besuchen, müssen ebenfalls mindestens 1 Tag zu Hause bleiben. Sollten am nächsten Tag keine Symptome aufgetreten sein, kann das Geschwisterkind die Einrichtung wieder besuchen.

Bei Auftreten von Durchfall oder Brechdurchfall innerhalb der Familie, dürfen die Kinder, welche normalerweise in der Einrichtung betreut werden, die Kindertagesstätte nicht betreten.

Es wird ausdrücklich an die Eltern und deren Verantwortungsbereich appelliert, kranke Kinder in reduziertem Allgemeinzustand nicht in die Kindertageseinrichtung zu bringen. Dies dient dem Schutz aller Beschäftigten und der Familien.

Diese Regelungen sind vom Personal strikt umzusetzen.

Es gibt dabei keine Ermessensentscheidung. Auch ein ärztliches Attest, das ein Kind als gesund ausweist, kann nicht akzeptiert werden, wenn das Kind noch Symptome hat und diese nicht in Verbindung mit einer chronischen Erkrankung stehen. Der Städtische Träger stützt dabei ausdrücklich die Entscheidungen der Einrichtungsleitungen und des Teams.

Ist eine chronische Erkrankung, wie z.B. Heuschnupfen, bei einem Kind bekannt, so darf das Kind die Einrichtung besuchen. Bei Zweifeln oder Unsicherheit (auch ob zur chronischen Krankheit zusätzlich eine akute Erkrankung vorliegt) kann eine ärztliche Bestätigung verlangt werden.

Kinder dürfen auch dann nicht in der Kindertageseinrichtung betreut werden, wenn ein Familienangehöriger nachweislich an COVID-19 erkrankt ist und sich in Quarantäne befindet. Es empfiehlt sich, die Fragestellung regelmäßig in der Bring- und Holsituation mit den Eltern zu erörtern. In diesem Fall wird die Einrichtung über den Zeitraum des Besuchsverbotes durch das Gesundheitsamt informiert.

(Stand dieser Information – 29.09.2020)

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